Gurbets Tagebuch
Ich habe mein Herz in die Berge graviert
**Gurbetelli Ersöz** war Chemikerin, Journalistin, Guerillakämpferin –
und eine Frau, die sich weigerte, irgendjemandem anderen zu gehören
als sich selbst.
Geboren 1965 im kurdischen Dorf Ziver bei Palu, wissenschaftliche
Mitarbeiterin an der Çukurova-Universität, zweimal inhaftiert,
schwer gefoltert – und schließlich Redakteurin der ersten kurdischen
Tageszeitung *Özgür Gündem*, bevor sie 1995 in die Berge Kurdistans
ging. Am 8. Oktober 1997 schrieb sie den letzten Satz in ihr
Tagebuch. Wenige Tage später fiel sie im Zap.
Was sie hinterließ, ist mehr als ein Kriegstagebuch. Es ist das
innere Logbuch einer Frau auf dem Weg zu sich selbst: zwischen
Narzissen am Garê-Gebirge und Schneeglöckchen am Zap, zwischen
Trauer um gefallene Weggefährt:innen und einer unerschütterlichen
Liebe zum Leben. Gurbetelli schreibt über Eifersucht und Sehnsucht,
über die Stimme ihrer Mutter in einem aufbewahrten Tuch, über
Gedichte, Träume, politische Klarheit – und über die Frage, die
all ihre Seiten durchzieht: *Was bedeutet Freiheit für eine Frau?*
Erstmals 1998 auf Türkisch erschienen, liegt dieses außergewöhnliche
Dokument nun erstmals in deutscher Übersetzung vor. Es ist ein
Zeugnis kurdischer Geschichte, ein feministisches Manifest und
ein zutiefst persönliches Buch zugleich – geschrieben von einer
Frau, deren Worte bis heute nichts von ihrer Schärfe und Zärtlichkeit
verloren haben.
> „Verteilt sogar euer Lächeln gleichmäßig und gerecht.“
> – Gurbetelli Ersöz
Ein Buch für alle, die wissen wollen, wie ein freies Leben aussieht –
und was es kostet.
—







Reviews
There are no reviews yet.